Vorreiter für kostengünstigen Wohnungsneubau

29.02.2016


Landeseigene Wohnungsbaugesellschaften präsentieren Handbuch
„Wir bauen für Berlin“ und geben Einblicke in ihr Leistungsspektrum

60.000 Wohnungen wollen die städtischen Wohnungsbaugesellschaften des Landes Berlin bis zum Jahr 2026 neu bauen. Dann erhöht sich ihr Bestand auf zusammen rund 400.000 Wohnungen. Schon heute decken degewo, GESOBAU, Gewobag, HOWOGE, STADT UND LAND und WBM knapp 20 Prozent des Berliner Mietwohnungsmarktes ab. Gemeinsam betrachtet, sind die Unternehmen die Nummer 2 am deutschen Mietwohnungsmarkt und versorgen rund 600.000 Berlinerinnen und Berliner mit Wohnraum.
Wie sich die Landeseigenen den Herausforderungen der Bestandserweiterung stellen, haben die Gesellschaften jetzt in einer gemeinsamen Publikation zusammengefasst. Das Handbuch
„Wir bauen für Berlin“ dokumentiert den Kern der Neubautätigkeit der kommunalen Wohnungsbaugesellschaften. Es zeigt, warum die Städtischen ein Garant für die Versorgung der Berlinerinnen und Berliner mit bezahlbarem Wohnraum und sozialverträglichen Mieten sind. Nicht zuletzt belegt es, wie effizient die Gesellschaften planen und bauen. Bei der Vorstellung des Handbuches bezeichnete Berlins Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Andreas Geisel, die landeseigenen Unternehmen als „Vorreiter für effizienten und kostengünstigen Wohnungsneubau in Berlin“.

„Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften stellen sich den Herausforderungen der wachsenden Stadt. Wir verstehen es, kostengünstig zu bauen, damit bezahlbarer Wohnraum entsteht. Wir planen und bauen kompakt, sowohl die Gebäude als auch die Wohnungen“, sagte die Geschäftsführerin der HOWOGE, Stefanie Frensch stellvertretend für die städtischen Wohnungsbaugesellschaften. Die Berlinerinnen und Berliner benötigen funktionale Wohnungen, die den unterschiedlichsten Lebensmodellen und Bedürfnissen angepasst sind.
Jeder Quadratmeter, der in einem Haus oder einer Wohnung ohne Abstriche an die Nutzungsqualität eingespart werden kann, senkt die Wohnkosten und öffnet den Wohnungsmarkt weiter für Haushalte mit geringerem Einkommen. „Wir entwickeln an die Bedürfnisse unserer Zielgruppen angepasste Wohnungsangebote und schaffen lebenswerte, gemischte Quartiere unter Berücksichtigung städtebaulicher Qualität. Die Nachfragegruppen und die Wohnvorstellungen werden immer differenzierter. Grundsätzlich aber ist mit einem weiter wachsenden Anteil an 1- bis 2-Personen-Haushalten zu rechnen“,
erklärte Snezana Michaelis, Mitglied des Vorstands der Gewobag.

Dass die Landeseigenen preisgünstigen Wohnraum zur Verfügung stellen können, belegt auch die Tatsache, dass die Mieter der im Jahr 2014 neu vermieteten rund 20.000 Wohnungen im Durchschnitt nur
6,11 Euro nettokalt pro Quadratmeter zahlen mussten. Damit liegen die kommunalen Wohnungsbaugesellschaften fast ein Drittel unter den Berliner Marktmieten.
Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel betonte: „Die Wohnungsbaugesellschaften des Landes Berlin halten den Schlüssel für die kompetente Realisierung kostengünstiger Mieten in ihren Händen. Mit ‚Wir bauen für Berlin‘ geben sie erstmals Einblicke in ihr Leistungsspektrum und die Art, wie sie neu bauen. Gerade den Menschen, die es auf dem Wohnungsmarkt sonst schwer haben, kommt die Arbeit der Landeseigenen zu Gute. Und noch ein Aspekt wird sehr deutlich: Der Wohnungsbau hat erhebliche Fahrt aufgenommen, rund 34.000 von den 60.000 neuen Wohnungen befinden sich bereits im Bau oder in der konkreten Planung. Die Landeseigenen stellen damit unter Beweis, dass sie der Motor des Mietwohnungsbaus in Berlin sind“. degewo, GESOBAU, Gewobag, HOWOGE, STADT UND LAND und WBM sind gemeinsam der größte Projektentwickler des Landes Berlin und werden in den kommenden Jahren erhebliche Investitionen tätigen, die auch der regionalen Wirtschaft zugute kommen.

In „Wir bauen für Berlin“ zeigen die Gesellschaften auf 88 Seiten ihre Neubaustandards, stellen dar, wie sie kosteneffizient arbeiten und geben einen Gesamtüberblick über die Neubauprojekte der kommunalen Unternehmen. Auf Anfrage stellen die städtischen Wohnungsbaugesellschaften gerne ein Exemplar von „Wir bauen für Berlin“ zur Verfügung, ab sofort ist das Handbuch auch als PDF zum Download [hier] zu finden.

Berlins städtische Wohnungsbaugesellschaften degewo, GESOBAU, Gewobag, HOWOGE, STADT UND LAND und WBM verfügen derzeit über rund 310.000 Wohnungen. Zielsetzung ist es, den landeseigenen Wohnungsbestand bis zum Jahr 2026 durch Neubau und Ankauf auf etwa 400.000 Mietwohnungen zu erweitern. Rund 60.000 Wohnungen werden neu gebaut, über 34.000 davon befinden sich bereits im Bau oder konkreter Planung. Neben der Schaffung neuen Wohnraums legen die städtischen Wohnungsbaugesellschaften großen Wert darauf, die Qualität in ihren Beständen zu erhalten und weiter zu erhöhen, sie investieren fortlaufend in die Sanierung und Modernisierung.